DER MIKADO

Komische Oper von William Schwenck Gilbert und Arthur Seymor Sullivan
UA London 1885

Personen

Nanki-Poo, Thronfolger von Japan, Sohn des Mikado, Tenor 

Ko-Ko, ehemaliger Schneider, Oberster Scharfrichter von Titipu, Charaktertenor

Lord Pooh-Bah, Bass

Lord Pish-Tush, Bass

Yum-Yum, Mündel Ko-Kos, Sopran 

Pitty-Sing, Mündel Ko-Kos, Sopran

Peep-Bo, Mündel Ko-Kos, Mezzosopran

Katisha, ältliche Hofdame, Alt

Der Mikado von Japan, Charakterbariton

Deutsche Textfassung: Bettina Bartz

Musikalische Einrichtung und Instrumentation: Walter Thomas Heyn


Uraufführung: 20.04.2002, Jugendstilsaal, Magdeburg

Hochschulinszenierung, Regie Horst Kupich, Ausstattung Kristina Biedermann

Besetzung mindestens 1 Tenor, 1 Bass, 2 Soprane, 1 Mezzosopran, 1 Alt

Chor

Kammerorchester


INHALT

Der Librettist Gilbert und der Komponist Sullivan wurden durch ihre makabren Musikkomödien weltberühmt. Ihre Bühnenerfolge sind seit über hundert Jahren in Großbritannien, Nordamerika und Australien, also der gesamten englischsprachigen Welt, ungebrochen. Das ist kein Wunder, wenn man bedenkt, was ihre Stücke alles in zwei bis drei Stunden auf die Bühne bringen: große Oper, feurige Tänze, ein verblüffender Plot, kabarettreife Dialoge und herrlich absurde Situationen. 
In Deutschland dagegen wurde das spektakuläre Duo Gilbert & Sullivan bisher eher vernachlässigt, dabei hatte Arthur Sullivan in Leipzig studiert und musikalische Einflüsse von Mendelssohn, Weber und Wagner mit zurück auf die britische Insel gebracht.

Dass "Der Mikado", Londons größter Theatererfolg seit William Shakespeare, endlich auch dem deutschsprachigen Publikum im Ganzen zugänglich gemacht wird, ist der Verdienst von Walter Thomas Heyn und Bettina Bartz.


Die vorliegende Ausgabe gründet sich musikalisch auf der in London als Faksimile gedruckten Autobiographie der Partitur von Sullivan, die Walter Thomas Heyn für ein mittelgroßes Orchester bearbeitete, ohne den Witz des Originals zu beschädigen, sondern ihn im Gegenteil für heutige Ohren noch heraushebend. Gleiche Sorgfalt ließ Bettina Bartz ihrer deutschen Nachdichtung angedeihen, die den respektlosen Biss nach allen politischen Richtungen unzensiert wiedergibt.


Mit der Herstellung des Text- und Notenmaterials ist ein erster Schritt getan, um dem Repertoire ein wichtiges und lohnendes Werk zu erhalten: eine Operette, in der noch in den zwanziger Jahren Sänger wie Caruso brillierten.

Pressestimme: "Horst Kupich hat die Operette [...] mit kabarettistischem Witz inszeniert."

Volksstimme 6.5.2002
 

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